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RhônEole SA
1903 Collonges
c/o SEIC SA
Grand Hôtel
CH-1904
Vernayaz
Windstrom

Welche Menge elektrischer Energie wird mit Windenergie hergestellt?
Vor 10 Jahren war die durch Windenergie produzierte Strommenge noch sehr klein, weil es nur wenige und kleine Anlagen gab. In den letzten Jahren hat sich dieses Bild grundlegend gewandelt, und die Windenergie ist bereits heute in mehreren Ländern eine wichtige Energiequelle geworden. Die neuesten und grössten Windenergieanlagen sind inzwischen derart leistungsfähig geworden, dass eine einzige Anlage den Stromverbrauch der Einwohner einer ganzen Stadt mit über 15'000 Menschen decken kann!
 

Die Anzahl der Länder, die den Ausbau der Windenergie aktiv unterstützt wird schnell grösser. In der Schweiz gibt es zurzeit nur ungefähr 10 Windenergieanlagen, die auf den gesamten Stromverbrauch gesehen natürlich nur wenig zur Deckung beitragen können. Im Gegensatz dazu wurden in Deutschland fast 20'000 Windenergieanlagen errichtet, die im ersten Halbjahr 2005 15 TWh Elektrizität erzeugten und damit die Wasserkraftwerke als wichtigste erneuerbare Stromquelle ablösten. Die gesamte im Jahr 2005 erzeugte Strommenge entspricht sogar fast der gesamten Wasserkraftproduktion der Schweiz, die 60 % des Schweizer Verbrauchs (56 TWh) repräsentiert. Bereits in 1 - 2 Jahren wird wegen des weiteren Zubaus von Windenergieanlagen die Windstromproduktion in Deutschland die Produktion der Schweizer Wasserkraftwerke überflügeln.

 
Graphique du courant eolien
 

  1. Voraussichtliche Windstrommenge für Deutschland im Jahr 2005
  2. Produktion der Walliser Wasserkraftwerke
  3. Schweizer Wasserkraftproduktion im Jahre 2004
  4. Schweizer Stromverbrauch in Jahre 2004
  5. In Deutschland erzeugbare Windstrommenge, wenn kleine Anlagen aus den Jahren 1985 - 1995 durch moderne ersetzt werden ("Repowering")
  6. Für Deutschland vorgesehene Windstromproduktion im Jahre 2020 entsprechend des doppelten Verbauchs der Schweiz

 

In Europa und weltweit haben sich viele Länder sehr ehrgeizige Ausbauziele gesetzt, die in den nächsten 15 Jahren ein Ausbau der Windenergie vorsehen, der bis zu 40 % Deckungsanteil am gesamten Stromverbrauch beträgt.

Wie kann Strom aus Windenergie Elektrizität aus herkömmlicher Erzeugung ersetzen obwohl der Wind nicht immer weht?
Der Verbrauch von elektrischem Strom hängt sehr stark vom Wochentag, der Tages- und Jahreszeit ab. Am Wochenende und besonders am Sonntag in der Nacht wenn die privaten Haushalte und die Industrie ruhen, beziehen nur wenige Verbraucher geringe Strommenge aus dem Leitungsnetz. Am Montagmorgen steigt der Verbrauch dann wegen der privaten und gewerblichen Verbraucher innerhalb von wenigen Stunden sehr stark an. Nachdem die Kraftwerke den Strom im Moment des Verbrauchs erzeugen müssen, gibt es viele Kraftwerke, die nur in den verbrauchsstarken Zeiten Strom liefern, weil sonst zuwenig Nachfrage herrscht. Es können jedoch nicht alle Kraftwerkstypen ihre Leistung den Nachfrageschwankungen anpassen, dazu werden mehr oder weniger "schnelle" Gas-, Kohle- und Wasserkraftwerke benötigt. Bei für die Windenergie günstiger Wetterlage und starkem Wind speisen in Europa zehntausende von Windenergieanlagen Strom ins Netz und befriedigen damit selbst bei hohem Verbrauch einen grossen Teil der Nachfrage. Da der Energieverbrauch zum grossen Teil durch Windkraftanlagen gedeckt wird, verringern die herkömmlichen Ausgleichskraftwerke ihre Stromproduktion oder stellen sie ganz ein und verbrauchen weniger Brennstoff. In Europa existieren bereits ganze Regionen mit vielen Millionen Einwohnern, die an windstarken und zugleich verbrauchsarmen Tagen mehr Windstrom produzieren als verbraucht wird.Die eingesparten Brennstoffmengen sind enorm, weil die in Europa installierte Windleistung der von 18 sehr grossen Kohlekraftwerken mit je 2'000 MW Leistung entspricht. Jedes einzelne dieser Kohlekraftwerke erzeugt pro Stunde 1'600 Tonnen Kohlendioxid, 38'000 Tonnen pro Tag oder 1,1 Millionen Tonnen pro Monat! Die während der Lebensdauer von 40 Jahren ausgestossene Menge beträgt eine halbe Milliarde Tonne pro Kraftwerk.

Die Schweiz ist im europäischen Stromnetz integriert und importiert und exportiert grosse Mengen an Strom. Der importierte Strom stammt weitgehend aus herkömmlicher Erzeugung und ist mit dem Ausstoss grosser Mengen an Kohlendioxid verbunden. Aufgrund der zahlreichen Staudämme kann an Stelle des Wasserkraftstroms billiger Strom aus dem europäischen Ausland in der Schweiz verbraucht werden, um dann zu Zeiten höherer Strompreise mehr Wasserkraftstrom exportieren zu können. Die von RhônEole im Tal der Rhone errichtete Windenergieanlage reduziert die importierte Strommenge und kann so während der Lebensdauer von 20 Jahren und je nach Anteil von Gas und Kohle am importierten Strommix den Ausstoss von geschätzen 15'000 bis 120'000 Tonnen Kohlendioxid verhindern.