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RhônEole SA
1903 Collonges
c/o SEIC SA
Grand Hôtel
CH-1904
Vernayaz
Windräder

Die Windenergieanlagen von RhônEole

Die Windenergieanlagen von RhônEole werden zum einem grossen Teil in Deutschland hergestellt. Die Anlagentypen E-70/E4 und E-82 sind Weiterentwicklungen des Typs Enercon E-66, von denen ca. 1‘500 zwischen 1994 und 2005 ca. 1‘500 in Betrieb gegangen sind. Im Vergleich zu den ersten Anlagen des Typs E-66, die vor 10 Jahren aufgestellt wurden, haben die E-70 und E-82 tiefgreifende Veränderung erfahren, die Beweis für die hohe Innovationskraft des Sektors sind. Deutlich sichtbares zeichen sind die Rotorblätter, die zum ersten Mal seit Jahrzehnten eine überraschende Formänderung erfahren haben, und die Energieausbeute deutlich steigern.

Bauhöhe
Die Windenergieanlagen von RhônEole sind mit einer Masthöhe von 98 – 99 m und einer Gesamthöhe von 134 und 139 m die höchsten der Schweiz. Die Masthöhe beeinflusst Energieproduktion und Verschleiss der anlage, weil der Wind in den Luftschichten unter 60 m Höhe stark durch Bodenhindernisse wie Bäume und Gebäude abgebremst wird und die auftretenden Turbulenzen zu Wechselbelastungen führen. Die überstrichene Fläche entspricht in etwa 2/3 der eines Fussballfeldes.

Une pale du modèle E-70Rotorblätter             
Die Rotorblätter unterscheiden sich von herkömmlichen Blättern durch vor allem eine Verbreiterung am Blattansatz. Durch die Verbreiterung ist es für den Luftstrom nicht mehr möglich, ungenutzt im Bereich der Nabe zu entweichen. Die Anlage hat deshalb einen sehr hohen Wirkungsgrad von bis zu 56 % für die Umwandlung von Windenergie in mechanische Energie und ist damit nicht weit vom theoretischen Limit von 59 % entfernt, welches durch den Physiker Betz bereits 1919 berechnet wurde.

Die Rotorblätter werden je nach Windverhältnissen um die Blattachse gedreht, um eine optimale Energieproduktion zu erreichen.

Winglets an der Blattspitzeen reduzieren die Turbulenzen und die Geräuschentwicklung. Dieses Prinzip stammt von den Vögeln und findet sich vor allem bei modernen Verkehrsflugzeugen wieder, die durch die Winglets aufgrund eines geringeren induzierten Luftwiderstands eine Treibstoffersparnis von 5 - 10 % erreichen.

Unterschiedliche Materialien werden für die Rotorblätter verwendet, um Dauerbelastbarkeit mit geringem Gewicht zu vereinen. Basismaterial ist glasfaserverstärktes Epoxyd-Harz, ein Material, welches vor allem im Flugzeugbau Verwendung findet. Im Inneren befindet sich ein Kern aus Balsa-Holz, welches durch ein günstiges Verhältnis von Gewicht zu Bruchfestigkeit vor allem bei Anhängern von Modellflugzeugen grosse Beliebtheit geniesst.

La nacelle du modèle E-70Die Gondel
Die Gondel richtet sich ensprechend den Informationen der sich darauf befindenden Messinstrumente automatisch nach der Windrichtung aus. Am Standort der Windenergieanlage im Tal der Rhone gibt es aufgrund der Kanalform des Tales nur zwei entgegengesetzte Windrichtungen entlang der Talachse. In den Monaten April - September findet vor allem um die Mittagszeit häufig innerhalb einer Stunde ein Windrichtungswechsel von Süd nach Nord statt, weil die im Süden stärkere Sonneneinstrahlung dazu führt, dass kühlere Luftmassen aus dem Norden durch den 2,5 km tiefen Taleinschnitt angesaugt werden.


Turm
Der sich nach oben verjüngende fast 100 m hohe Stahlturm der E-70 besteht.... Der E-82-Hybridturm besteht im unteren Bereich aus Beton, und nur auf den letzten 25 m aus Stahl.

Direktantrieb
Im Gegensatz zu vielen anderen Windenergieanlagen wird der Generator direkt angetrieben, weshalb ein Getriebe fehlt. Aufgrund der langjährigen hohen mechanischen Belastung in Windenergieanlagen haben Getriebe, obwohl prinzipiell bewährt, in der Vergangenheit nicht selten durch unerwartet hohen Verschleiss und Ausfall auf sich aufmerksam gemacht. Der direkt angetriebene Ringgenerator weist sich durch seinen grossen Durchmesser und die Vielpoligkeit aus.

Elektrische Produktion
Die E-70 von RhônEole speist eine Strommenge von ca. 4,3 Mio. kWh pro Jahr ins Stromnetz ein entsprechend dem Verbrauch von knapp 1000 Haushalten. Der Ertrag der E-82 übersteigt den der E-70.